Rügensche Bäderbahn

Schmalspurbahn auf der Ostseeinsel Rügen
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Fast 100 Kilometer umfasst einst das schmalspurige Eisenbahnnetz der Insel Rügen. Zwischen Altefähr im Süden, Altenkirchen im Norden und Göhren im Osten der Insel pendelten die Kleinbahnzüge noch zu DDR-Zeiten. Nach Stilllegung der meisten Strecken existiert heute noch der Streckenast von Putbus nach Göhren, auf dem die Züge des so genannten „Rasenden Roland“ rollen. Seit 1999 können die mit Dampflokomotiven Eisenbahnmagazin Rügensche Bäderbahnbespannten Züge über ein Dreischienengleis über Putbus hinaus bis Lauterbach gelangen. Die heute noch existierende Strecke Putbus-Göhren wurde in den Jahren 1895 bis 1899 eröffnet, die anderen Strecken wurden schon lange vor der Wende aufgegeben, weil auch in der DDR solche Bahnstrecken der Konkurrenz von LKW, Bus und Individualverkehr nicht gewachsen waren. 1967 endete deshalb zwischen Putbus und Göhren der Güterverkehr, eine Gesamtstilllegung drohte zu folgen. Eisenbahnfreunden gelang es glücklicherweise, die Strecke als technisches Denkmal einstufen zu lassen, so dass später sogar der Oberbau saniert und in rollendes Material investiert wurde. Nach der Wende gab die DB AG die Bahnstrecke an die neu gegründete Rügensche Kleinbahn GmbH ab, die ihrerseits die Betriebsführung 2008 an die „Bau und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn“ übergab, die die Bahn nun unter dem Namen „Rügensche Bäderbahn“ betreibt. Gefahren wird auf der Strecke des „Rasenden Roland“ ganzjährig im Zweistundentakt, der in der Hauptsaison zwischen Binz und Göhren zum Stundentakt verdichtet wird. Außerhalb der Saison wird von der Schmalspurbahn der Abschnitt Putbus-Lauterbach nicht bedient, hier müssen Fahrgäste die normalspurigen Triebwagen benutzen.
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