EuGH Urteil zu Rechten von Bahnreisenden:

Wenn die Bahnreise zu lange dauert, haben Fahrgäste ein Recht auf Entschädigung auch bei höherer Gewalt. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) mit seinem heutigen Urteil klar und deutlich gemacht, aus Verbrauchersicht eine positive und richtige Entscheidung. Zukünftig ist es gleich, aus welchen Gründen ein Zug Verspätung hat, die Fahrgäste erhalten eine anteilige Erstattung des Fahrpreises vom Bahnunternehmen: 25 Prozent ab einer Stunde Verspätung und 50 Prozent ab zwei Stunden. Fahrgäste können dies ab sofort geltend machen.  Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisiert, dass der Europäische Gerichtshof die Pflicht zur Entschädigung im Falle höherer Gewalt ausschließlich für den Bahnverkehr festlegt. Michael Ziesak, VCD-Bundesvorsitzender: „In der Urteilsbegründung  wird eine analoge Anwendung auf andere Verkehrsträger ausgeschlossen. Das ist Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des Eisenbahnverkehrs und zu Gunsten der anderen Verkehrsträger.“  Der VCD gibt außerdem zu bedenken, dass Personenschäden oder auch Unwetter, die unter den Begriff »höhere Gewalt« fallen, gesamtgesellschaftliche Probleme sind. Es ist demnach schwer zu verstehen, dass allein die Bahnunternehmen für entstehende Mehrkosten durch Erstattungen aufkommen müssen. Zu befürchten ist auch, dass die Deutsche Bahn AG nun zum Fahrplanwechsel im Dezember die Fahrpreise anheben wird, um die Mehrkosten zu kompensieren.
Was müssen Fahrgäste im Falle einer Verspätung tun?

100 Jahre Lötschbergbahn – die Pionierbahn feiert Geburtstag

Kurzmitteilung

100 Jahre Lötschbergbahn – die Pionierbahn feiert Geburtstag

«Die BLS verbindet. Gestern, heute und in Zukunft.» Unter diesem Motto feiert die BLS im 2013 das 100-Jahr-Jubiläum der Lötschbergbahn. Am 31. März 1911 der Durchschlag im Lötschbergtunnel, am 28. Juni 1913 die Fahrt des Eröffnungszuges. Heute, 100 Jahre später, ist die Lötschbergstrecke eine wichtige Transitachse. Die BLS feiert das Jubiläum «100 Jahre Lötschbergbahn» mit diversen Aktivitäten entlang der Nord- und Südrampe und verschiedenen Angeboten wie einer Sondermarke der Post sowie einem Jubiläumsbuch aus dem AS-Verlag. => weiter lesen

Reisemagazin Zahnradbahn Rochers-de-Naye

Reisemagazin Zahnradbahn Rochers-de-NayeDie Zahnradbahn zu den Rochers-de-Naye auf 2042 m ü.M. fährt hinter den Gleisen der SBB und der GoldenPass Linie ab. Sie ist mit Abt‘scher Zahnstange ausgerüstet. Auch diese mit 800 mm Spurweite erbaute Bahn wird heute von der MGN betrieben. Die Bahngesellschaft entstand 1987 aus der Fusion der Chemin de Fer Montreux-Glion (MGl) und der Chemin de Fer Glion–Rochers-de-Naye (GN). Seit 1892 verkehrte eine dampfgetriebene Zahnradbahn von Glion auf den Aussichtsberg. Die als Zubringer fungierende Standseilbahn Territet-Glion war die erste Bergbahn in der französich sprechenden Schweiz und ist seit 1883 in Betrieb. Am Erfolg der Strecke wollten die Hoteliers in Montreux teilhaben und forcierten eine Verbindung vom Bahnhof Montreux nach Glion. Diese von Beginn an elektrifizierte Strecke konnte 1909 eröffnet werden.