Reichsbahnparadies Horka

Für Liebhaber historischer Eisenbahnen und deren passende Umgebung sind die Bahnlinien um Horka sicherlich ein Begriff. Bei vielen Bahnlinien in der Oberlausitz hat der Besucher noch die Chance Eisenbahninfrastruktur fast wie vor 25 Jahren zu erleben, besonders aber der – inzwischen als Horkaschiene – benannte Streckenabschnitt. Leider ist das nur noch zeitlich begrenzt möglich, da die Bahnlinie Hoyerswerda – Horka zur Modernisierung ansteht. Das Stellwerk in Uhyst ist inzwischen nicht mehr besetzt und die Bahnlinie ist bis Hoyerswerda gesperrt.
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NWL kürzt massiv Zahlungen an DB-Regio-Rheinland;

Breuer fordert von Bahnunternehmen pünktliche Züge zwischen Frankfurt, Siegen und Köln
„Die gegenwärtigen Zustände auf dem Umsteigebahnhof Siegen und der Sieg-Strecke von Siegen nach Köln sind absolut unhaltbar. Eine Pünktlichkeitsquote von unter 40 Prozent ist völlig inakzeptabel. Ich erwarte, dass die Bahnunternehmen alle Hebel in Bewegung setzen, um den Fahrgästen aus Köln in Richtung Frankfurt und umgekehrt in Siegen das direkte Umsteigen zu garantieren.“ Das machte Landrat Paul Breuer jetzt deutlich und stellte klar, dass der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe, der u. a. vom Zweckverband Personennahverkehr (ZWS) getragen wird, bereits Konsequenzen gezogen hat: „Wir erwarten, dass die Bahnunternehmen die vertraglich vereinbarten Leistungen erbringen. Da dies seit dem Fahrplanwechsel im Dezember nicht geschieht, hat der NWL auf Veranlassung des ZWS die Zahlungen an DB Regio Rheinland massiv gekürzt!“
Breuer, der auch Vorsitzender der Verbandsversammlung des NWL ist, bedauert, dass die DB Regio Rheinland bei der Auftragsvergabe gemachte Zusagen bisher nicht einhält. So sollten auf der Sieg-Strecke E-Talent-Züge eingesetzt werden. Da der Hersteller aber Lieferschwierigkeiten hat, setzt die Bahn derzeit ausschließlich Doppelstockwagen ein. Diese beschleunigen langsamer als E-Talent-Züge, was einen Teil der Verspätungen erklärt. „Ich stelle fest, dass die privaten Bahnbetreiber, die Hessische Landesbahn auf der Strecke nach Frankfurt und ABELIO in Richtung Hagen, die vertraglich vereinbarten Leistungen erbringen, die Deutsche Bahn ist dazu offenbar aber nicht in der Lage“, kritisiert Breuer.
Laut Fahrplan liegen in Siegen gerade mal vier Minuten zwischen der Ankunft des RE 9 aus Köln und der Abfahrt des RE 99 in Richtung Frankfurt. Regelmäßig müssen Fahrgäste erleben, dass ihnen der Anschlusszug vor der Nase wegfährt. „Wir haben nur wenige Stellschrauben, mit denen wir an dieser Situation etwas ändern können“, sagt Günter Padt, Geschäftsführer des ZWS/NWL. Derzeit kommt der RE 9 auf Gleis 54 an, der RE 99 in Richtung Frankfurt fährt ab Gleis 3. Wer mit Gepäck oder Kinderwagen umsteigen will, braucht dafür ein paar Minuten. „Um wenigstens ein oder zwei Minuten herauszuholen, könnte man das ungenutzte grüne Gebäude auf dem Mittelbahnsteig abreißen und so den Bahnsteig 3 verlängern. Dann könnten die Züge aus Köln und nach Frankfurt dort direkt hintereinander stehen, was beim Umsteigen rund zwei Minuten spart“, erläutert Günter Padt. „Zwei wertvolle Minuten“, unterstreicht der Landrat, „wenn man weiß, dass wir hier einen extrem engen Zeitkorridor haben.“ Wer die Kosten für diese Maßnahmen übernehmen könnte, ist noch offen. Der Kreis sieht hier die Bahn in der Pflicht. „Im Vorgriff auf die ohnehin geplante Modernisierung des Siegener Bahnhofs macht es Sinn, wenn DB Station und Service bereits jetzt das fragliche Gebäude beseitigt“, so Breuer.
Alternativ lässt Günter Padt derzeit prüfen, ob es möglich ist, die Züge von Köln und nach Frankfurt am Mittelbahnsteig direkt gegenüber halten zu lassen. „Davon wäre allerdings der Zug nach Hagen betroffen, was neue Probleme mit sich bringt“, so Padt. Dennoch kann er sich hier eine Lösung vorstellen, was ebenfalls ein paar Minuten Zeitgewinn beim Umsteigen bringen würde.
„Es ist für mich kaum nachvollziehbar, dass die Bahn in Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen einen Fahrplan aufstellt, der vom ersten Tag an nicht eingehalten wird. Entweder handelt es sich dabei um Planungsfehler oder die Verkehrsunternehmen haben Zusagen gemacht, von denen ihnen hätte klar sein müssen, dass sie nicht eingehalten werden können. In allen Fällen werden hier Versäumnisse auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Das werde ich nicht akzeptieren. Ich hoffe, dass die Einbehaltung von Zahlungen die Verkehrsunternehmen dazu bringt, ihre Verpflichtungen gegenüber uns als Auftraggeber und den Fahrgästen in der Region ernster zu nehmen und zu erfüllen!“, so Breuer.
Diese Pressemeldung finden Sie auch im Internet unter VCD-Siegen-Wittgenstein-Olpe

Weiterer Investitionsbedarf im deutschen Schienennetz

VDV veröffentlicht Maßnahmen mit 350 möglichen Aus- und Umbauprojekten
Zum fünften Mal veröffentlicht der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) seine Maßnahmenliste zum „Investitionsbedarf für das Bundesschienenwegenetz aus Sicht der Nutzer“. 350 konkrete Maßnahmen und Projekte von insgesamt 68 Eisenbahnverkehrs-unternehmen aus dem Nah-, Fern- und Güterverkehr, Verkehrsverbünden und Aufgabenträgern geben einen umfassenden Überblick über den bestehenden Investitionsbedarf im deutschen Schienennetz aus Sicht der Nutzer.
„Diese Umfrage deckt nahezu 100 Prozent des deutschen Schienenverkehrsmarktes ab und macht eindrucksvoll deutlich, wo akuter investiver Handlungs- und Finanzierungsbedarf für den weiteren Ausbau des Netzes besteht. Dabei handelt es sich überwiegend um Vorschläge mit vergleichsweise geringen Investitionsvolumina im Vergleich zu den bekannten Großprojekten“, erklärt VDV-Präsident Jürgen Fenske.

Maßnahmenliste zeigt Probleme und Lösungen – Finanzmittel reichen nicht aus
Die Einzelmaßnahmen zeigen detailliert auf, wo Probleme im Schienennetz existieren und welche Lösungen es dafür gibt. Im Güterverkehr wird schwerpunktmäßig der Mangel an Überholmöglichkeiten, Weichenverbindungen sowie von Neben-, Abstell- und Ladegleisen kritisch bewertet. Die Personenverkehrsunternehmen fordern insgesamt mehr Flexibilität im Zuschnitt und in der Auslegung der Infrastruktur, um die Betriebsprogramme besser an sich ändernde Nachfragestrukturen anpassen zu können. „Die Lösungsvorschläge zeigen, dass manchmal schon die Reaktivierung eines Kreuzungsgleises oder der Bau einer Verbindungskurve ausreichen würden, um die Verkehrssituation vor Ort nachhaltig zu verbessern“, erklärt Fenske.
Mit den aktuellen Mittelansätzen im Bundeshaushalt und der mittelfristigen Finanzplanung für das Bundesschienenwegenetz sind diese zusätzlichen Projekte aber nicht zu finanzieren. Der VDV fordert daher, die Investitionen des Bundes für Neu- und Ausbau des Netzes dauerhaft von heute 1,4 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro pro Jahr zu erhöhen. „In der Überprüfung des aktuellen Bedarfsplans zum Ausbau des Bundesschienennetzes sind 29 Projekte des vordringlichen Bedarfs positiv bewertet worden. Mit den momentan jährlich zur Verfügung stehenden 1,4 Milliarden Euro würde allein die Umsetzung dieser vordringlichen Maßnahmen etwa 18,5 Jahre dauern. Im Grundgesetz steht, dass der Bund beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes den Verkehrsbedürfnissen Rechnung tragen muss. Das aktuelle Konzept tut dies aber nicht. Wir fordern den Bund daher auf, endlich mehr Finanzmittel für ein bedarfsgerechtes Netz vorzulegen“, so Fenske. Eine weitere Forderung des VDV bezieht sich auf die Finanzierung der Infrastruktur nichtbundeseigener Eisenbahnen durch den Bund: Für Verkehrsanlagen der so genannten NE-Bahnen hat der Verband einen jährlichen Finanzierungsbedarf von 150 Millionen Euro ermittelt, die der Bund zusätzlich bereitstellen muss.

Konstruktive Gespräche mit der DB Netz AG
Der VDV hat, wie auch in den Jahren zuvor, alle in der aktuellen Liste vorgeschlagenen Maßnahmen mit der DB Netz AG, dem Schieneninfrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn, im Detail diskutiert. Aus der letzten VDV-Maßnahmenliste aus dem Jahr 2009 sind inzwischen 48 Verbesserungsvorschläge umgesetzt worden, 187 weitere befinden sich in der Planung oder sind Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans. „Diese Gespräche sind immer sehr intensiv und konstruktiv, da natürlich auch die DB Netz AG an wirksamen und kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen zur Verbesserung des Schienennetzes interessiert ist“, so Fenske abschließend.

Pressekontakt: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
Lars Wagner, Pressesprecher, Tel.: 030 399932-14, Mail: wagner@vdv.de

Montreux-Standseilbahn Les Avants – Sonloup

Les Avants ist von Montreux mit der Bahn in gut 20 Minuten zu erreichen. Das Unternehmen Standseilbahn Les Avants – Sonloup, kurz LAS, erbaute und betreibt die Strecke vom Dorf Les Avants auf die Anhöhe von Sonloup. 1910 eröffnet, befördert die Standseilbahn seit 100 Jahren zuverlässig ihre Fahrgäste auf den Aussichtsberg. Bei einer Streckenlänge von 530 m überwindet die Standseilbahn eine Höhendifferenz von 180 m. Die Talstation Les Avants liegt direkt neben dem 1901 eröffneten Bahnhof der Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB).

Standseilbahn Les Avants – Sonloup